Gemeinde Adelschlag

 

Der Name Adelschlag

Die Frühform Adaloltesloh, in pago Chelesgowe (Kelsgau) wird zum ersten mal 908 in Wolfards "Miracula Sanctae Walburgis" erwähnt. Der Kelsgau umfasste das Gebiet um Eichstätt.

Für die Entstehung des Namens gibt es verschiedene Darlegungen. Der Name scheint sich aus Adalolt und Loh zusammenzusetzen. Adalolt ist ein altdeutscher Männername, jetzt Adelhold, vermutlich der Name eines Grafen oder freien Mannes, dem die Gegend gehörte und dem der Ort seine Entstehung verdankte. Lohe oder Loch bedeutet eine Vertiefung oder Senkung in den Fluren und Wäldern. Noch heute nennt  man eine solche Vertiefung Lohe oder Lache. Adaloltesloh (loch) könnte also Tiefland des Adelhold bedeuten. Hierfür scheint auch die Lage von Adelschlag zu sprechen sie liegt zwischen zwei Höhenrücken.

Eine weitere Abhandlung erklärt die Begriffe Adal als Freibesitz, olt als waltend und lohe als Wald oder Gehölz.

Zuletzt noch eine Version, der aber wenig Glauben geschenkt werden darf. Ein im 18. Jahrhundert in der Nassenfelser Friedhofsmauer entdeckter Denkstein - jetzt nicht mehr vorhanden - wurden von den römischen Bürgern von Nassenfels dem Feldherrn Gemelinus gesetzt, der bei der Schlacht zu Adelschlag gegen die Deutschen auf dem Felde blieb. So soll Adelschlag, wahrscheinlich Aquileja, seinen Namen von den römischen Adlern (Feldzeichen) haben.

Im Laufe der Jahre wandelte sich der Name auf Adelslach, Adelsloch und Adelsloh. Wie aus dem Loh (Loch) schlag geworden ist, könnte durch die mundartliche Ausdrucksweise Schloch (Schlag) geklärt werden. Ab dem späten 18. Jahrhundert hat sich die heutige Form durchgesetzt.

Der obige Text wurde freundlicherweise von Robert Morgott zu Verfügung gestellt.