Gemeinde Adelschlag

Zeittafel

741

Unter den Dotationsgütern der Eichstätter Kirche wird er Meierhof als einer der vier großen Meierhöfe genannt, welche dem Stift Eichstätt gewidmet waren.

908

Erste urkundliche Erwähnung in Wolfhards Miracula sanctae Walburgae

908

König Ludwig IV übergibt das Jagdrecht um Wittenfeld an das Hochstift Eichstätt.

1140

Der Eichstätter Ministeriale Kuno von Morsbach übergibt seine Tochter zur Erziehung an das Kloster Weihenstephan und beschenkt es mit einem Gute in Morsbach. Der Vertrag wird in Adelschlag geschlossen.

1194

Domprobst Walbrun übergibt dem Schottenkloster zum hl. Kreuz den Hof Wiphenuelt (Wittenfeld).

19.10.1305

Der nach dem Tod des Grafen Gebhart von Hirschberg entstandene Streit der Rechte und Güter wird durch einen Gerichtstag in Gaimersheim entschieden. Die Herzöge Rudolf und Ludwig von Bayern sprechen dem Bischof, das Hirschberger Erbe, darunter auch Adelslach mit allen Rechten und Gütern zu.

15.09.1309

Erhebung der Gebeine Gundekars - wunderbare Heilungen geschehen - der 60 Jahre alte Adelschlager Wezume welcher vom Blitz getroffen wurde, ist geheilt.

07.05.1313

Bischof Philipp von Rathsamhausen vertauscht das Patronatsrecht des hl. Andreas an der Pfarrkirche Adelsloch, der es aus dem Hirschberger Erbe empfing, an den Probst Heinrich vom Kloster Rebdorf, einschließlich der Filiale Pietenfeld.

05.11.1320

Die Schenken von Hofstetten verkaufen Ihren Hof, ein Lehen, das Salzlehen genannt, und zwei Hofstetten zu Adelsloch dem Probst Heinrich von dem Stayne.

21.06.1339

Bischof Heinrich verschreibt seinem Diener Heinrich dem Renken zum Schadenersatz aus dem Meierhof zu Adelsloch, 45 Pfennig, "und datz dem Gereut ein schaf chorns von des Pyschofs lehen und von etlichen akkern daselb zehn metzen rogken und als vil habern".

1444

Adelschlag ist Pfarrei, der erste urkundlich genannte Pfarrer heißt Johann Schreiner.

1538

Kauf einer Kirchenglocke bei Hirder in Neuburg.

01.10.1590

Einführung der Ehehaftsartikel, eine Art Polizeistrafgesetzbuch für die Landvogtei Nassenfels mit den vier Meierhöfen Adelschlag, Möckenlohe, Eitensheim und Buxheim

1593

Der jeweilige Eigentümer des Meierhofes hat die Verpflichtung Vatertiere zur Zucht für die gesamte Gemeinde zu halten.

03.05.1601

Visitation der Pfarrei Adelschlag durch Generalvikar Vitus Priefer.

1602

Die Pfarrei wird nicht mehr mit einem eigenen Pfarrer besetzt, sondern samt der Filiale Pietenfeld von Eichstätt aus versehen.

1612

Friedrich Staphylus, letzter Adelschlager Pfarrer führt die Sebastibruderschaft ein.

1615

Die Pfarrei wird von Staphylus resigniert und mit Möckenlohe als Mutterkirche zu einer Pfarrei vereint.

16.02.1618

Hexenprozess - Verbrennung der Adelschlagerin Barbara Haubnerin in Eichstätt

1691

Erste Besetzung eines Forstamtes mit herrschaftlichen Haus.

1707

Unter Mauerermeister Joh. Bapt. Camesino erhält die Kirche ihre frühere Form.

1708

Bau der ersten Schule und Mesnerhaus an der Kirche. Erster Lehrer ist Nikolaus Küner.

07.10.1708

Konsekration der Kirche durch Weihbischof Adam Nieberlein.

1717

Errichtung des Marienaltars von einem unbekannten Schreiner.

1718

Errichtung des Sebastianaltars vom Eichstätter Bildhauer Christian Handschuher.

1726

Kauf einer Kirchenglocke bei Stapf in Eichstätt.

1755

Die erste Kirchenorgel in Adelschlag.

1761

Bau der Feldkapelle durch den Meierbauern Mogl.

1767

Schulhausreparatur.

1778

Größere Reparatur der Kirche. Die Kosten von 334 Gulden werden auf die Dezimatoren verteilt.

30.09.1790

Päpstlicher Ablass für die Sebastianbruderschaft.

1807

Verteilung des Gemeindewaldes, auch die Schule und die Kirche erhalten jeweils eine Waldung.

01.05.1808

Erste Kirchturmuhr mit Viertel- und Stundenwerk und drei bleiernen Gewichten.

14.02.1812

Todestag des Jesuiten Professor Anton Mogl, Sohn des Meiers.

03.04.1841

Erste bekannte Gemeindestatuten.

23.12.1846

Verkauf der Gemeindeschmiede an Josef Schwarz aus Tautenwind.

07.06.1848

Ein fürchterliches Hagelunwetter vernichtet die gesamte Ernte.

1857

Größere Reparaturen an der Kirche und am Schulhaus.

1857

Kreditaufnahme durch die Gemeinde beim Müllermeister Josef Brems aus Landerhofen.

1858

Bau eines gemeindlichen Flach-Brechhauses am heutigen Sägewerk Pfahler.

23.02.1858

Beschluss des Landgerichtes Eichstätt: Die Gemeinde hat zur Schule zwei Klafter Holz aus dem Schulwald zu schlagen, und vier Klafter Holz aus Gemeindemitteln herbei zu schaffen. 
Drei Klafter Holz bilden das Besoldungsholz für den Lehrer.

17.08.1863

Großbrand in Adelschlag durch Blitzeinschlag.

12.04.1870

Eröffnung der Bahnlinie Ingolstadt - Treuchtlingen, die sogenannte "Altmühltalbahn". 

12.04.1870

Eröffnung der Bahn- und Postexpedition und einer Postomnibusverbindung von Adelschlag nach Neuburg.

01.05.1870

Eröffnung der Eisenbahntelegrafenstation zur Annahme und Beförderung von Staats- und Privatdepeschen.

12.09.1875

Kirchenvisitation durch Bischof Franz Leopold Freiherr von Leonrod.

1876

Schulhausneubau für ca. 13.000 Mark. Grundstückserwerb vom Bauern Johann Mogl (Moidlabauer) Haus-Nr. 34.

23.11.1876

Verkauf der alten Schule an die Kirche samt Stadel.

14.02.1880

Lieferung der ersten zweirädrigen Feuerspritze.

29.04.1883

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr.

1890

Drei neue Kirchenglocken von Kopfmüller Eichstätt.

1891

Kauf einer Orgel von Anton Bouthillier aus Öttingen, für 1.395 Mark.

1892

Inbetriebnahme der Doppelbahnstrecke.

1883

Am Sebastiansbruderfest wird am Hochaltar das Altarbild des hl. Andreas geweiht. Der Maler ist Prof. Josef Kiener aus Eichstätt.

24.04.1894

Kauf einer landwirtschaftlichen Verbandsspritze für 912 Mark.

1895

Bau des ersten Feuerwehrhauses an der Eichstätter Straße.

1898

Erste zweirädrige Feuerleiter.

02.03.1902

Der Friedhof an der Kirche wird aufgelassen. Von Bürgermeister Sebastian Spreng wird am Westende des Dorfes ein Krautacker erworben und ein neuer Friedhof angelegt.

30.11.1913

Gründung des Krieger- und Militärvereins.

24.05.1914

Fahnenweihe des Krieger- und Militärvereins.

29.12.1915

Gründung der Entwässerungsgenossenschaft.

02.1919

Ehrungen und Festumzug für die Kriegteilnehmer.

18.02.1921

Vertrag mit dem Fränkischen Überlandwerk zur Einrichtung des elektrischen Lichtes. Die Unkosten sind mit 205.000 Mark veranschlagt.

22.01.1922

Sogenannte Einschaltfeier - Inbetriebnahme der elektrischen  Stromversorgung..

16.07.1922

Bezirkskriegerfest verbunden mit der feierlichen Enthüllung des Kriegerdenkmals.

1923

Die Polizeistation Adelschlag wird aufgelöst und mit Nassenfels zusammengelegt.

1924

Neue Glocken durch die Gemeinde, geliefert von der Firma Vielbert aus Ingolstadt.

28.07.1925

Ernennung des Eisenbahnvorstandes Georg Dürr zum Ehrenbürger

09.09.1925

Trennung der Post von der Bahnexpedition, und zugleich selbständige Postagentur mit einer Telegrafenanstalt und öffentlicher Sprechzelle.

1927

Kauf des Anwesen Johann Mittl, Haus-Nr. 61, und Umbau des Wohnhauses zur Lehrerwohnung.

1928

Umwandlung der einklassigen Schule in eine zweiklassige.

02.07.1933

50-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr.

1939

Bau der Bahnsteigunterführung.

30.11.1939

Die Gemeinde verzichtet auf die Vatertierhaltung des Meierhofbesitzers.

05.1947

Reparatur der Kuppel des Kirchturms durch den Zimmer- 
meister Alois Benz.

1947

Große Dürre. Wegen Futtermangel verschicken die Bauern ihr Vieh nach Ober- und Unterammergau.

26.08.1948

Eröffnung des Landespolizeiposten Adelschlag. Der Postenbereich umfasst die Gemeinden Adelschlag, Pietenfeld, Tauberfeld und die Weiler Wittenfeld, Weißenkirchen und Moritzbrunn.

02.09.1948

Gründung der Flurbereinigungsgenossenschaft.

1949

Bau des Leichenhauses am Friedhof.

19.03.1951

Glockenweihe durch Prälat Schielle. Die große Glocke wird nach der hl. Muttergottes und des hl. Sebastian geweiht, sie wiegt 615 kg. Die zweite erhält den Namen des hl. Andreas und wiegt 345 kg. Die dritte und vierte Glocke werden nach dem hl. Josef geweiht. Sie wiegen 245 und 34 kg.

1956

Auflassung des Bahnüberganges Posten 31 (Haggermüller)

1956

Verkauf des Gemeindehauses an der Eichstätter Straße.

25.11.1956

Einweihung des Kriegerdenkmals im Kirchhof.

23.01.1957

Beitritt zum Wasserzweckverband Nassenfels

05.08.1959

Anschaffung einer TS 8 Motorspritze.

1960

Nach knapp dreijähriger Bauzeit wird die Wasserversorgung für die Gemeinden Nassenfels, Adelschlag, Möckenlohe, Egweil, Meilenhofen und Zell in Betrieb genommen.

1961

Anschaffung eines Elektro-Maschinen-Läutwerks für die Kirchturmglocken.

25.03.1961

Sprengung des 31 Meter hohen Kamin der Ziegelei Schiele.

24.05.1962

Eröffnung der neu elektrifizierten Bahnstrecke durch einen Sonderzug.

31.10.1963

Sperrung des Bahnüberganges Klinger.

20.11.1963

Bau der Ortskanalisation.

1964

Inbetriebnahme der Gemeinschaftskühlanlage.

14.11.1964

Gründung der Werkvolkgruppe, die heutige KAB.

1966

Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Adelschlag-Ochsenfeld

18.01.1968

Gründung des Obst- und Gartenbauvereins.

1968

Einbau der Luftschutzsirene am Schulhaus.

1969/1970

Gründung des Schulverbandes Adelschlag/Möckenlohe.

01.01.1971

Zusammenlegung der vier Ortschaften Adelschlag, Möckenlohe, Pietenfeld und Ochsenfeld mit Gemeindesitz in Adelschlag.

1972

Abriss des Kirchen-Langhauses und Neubau.

10.11.1974

Konsekration der neuen Kirche durch Bischof Dr. Alois Brems.

23.11.1975

Weihe des neuen Kriegerdenkmals an der Kirche.

1978

Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Nassenfels.

13.08.1978

Sportplatzeinweihung.

1980

Neubau der Feuerwehrhauses im Schulgarten.

03.05.1984

Genehmigung des Gemeindewappen durch die Regierung.

01.12.1985

Der Bahnhof Adelschlag ist unbesetzt.

11.08.1985

Segnung der Allzweckleiter.

08.05.1987

Spatenstich zum Bau der neuen Schule an der Staatstraße.

17.12.1987

Gründung des Vereins der Freiwilligen Feuerwehr.

12.06.1989

Bezug der neuen Schule.

02.12.1989 

Einweihung der neuen Schule durch Pfarrer Josef Blemel.

28.02.1990

In der Nacht vom 28.02 auf 01.03 zertrümmert der Orkan "Wiebke" große Flächen Wald.

08.-10.06.1990

110-jähriges Jubiläumsfest mit Fahnenweihe der FFW und 75-jähriges Jubiläumsfest des Kriegervereins.

1991

Die Deutsche Bundesbahn verkauft das Bahnhofsgebäude mit Grund an eine Privatperson.

22.06.1992

Eröffnung des Recyclinghofes.

30.10.1992

Einweihung der "Alten Schule" an der Bahnhofstraße zu einem Rathaus.

11.06.1993

Besuch des Bischof Dr. Karl Braun.

1995

Renovierung des ersten Feuerwehrhauses an der Eichstätter Straße.

01.05.1996

Erster hauptamtlicher Bürgermeister.

01.07.1996

Schließung der Postagentur nach 126 Jahren.

20.06.-22.06.1997 75-jähriges Gründungsfest der Schützengesellschaft Adelschlag.

Der obige Text wurde freundlicher Weise von Robert Morgott zu Verfügung gestellt.